Pappenheim malt

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Veranstaltungsorte in Pappenheim

Museum an der Stadtmühle

Haus des Gastes

Straßenmuseum

Kunstausstellungen und Vorträge in Pappenheim 2012

Ausstellung: Ludwig von Nagel zu Aichberg (1836 - 1899)

Gemälde, Zeichnungen, Illustrationen und Karikaturen vom Gründer der Gesellschaft "All Niederlandt" Adrian van Os

Ludwig von Nagel zu Aichberg

im Museum an der Stadtmühle

vom 29. April bis 10. Juni 2012
sonn- und feiertags, 14:00 bis 17:00 Uhr
Vernissage: 29. April 2012 um 11:00 h

Der Zeichner und Maler Ludwig von Nagel lebte von 1837 bis 1899. In Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturverein Pappenheim e. V. präsentiert die von ihm 1870 gegründete „Gesellschaft der Niederländter“ im Rahmen der diesjährigen „Grosz Weltumbsegelung“ nach Pappenheim in einer Ausstellung im Museum an der Stadtmühle sein künstlerisches Oeuvre. Einer breiten Öffentlichkeit wird damit Gelegenheit gegeben, dem Leben und Schaffen des Zeichners und Malers nachzuspüren.

Dafür wurden zahlreiche Werke des Künstlers aus Privatbesitz, den Beständen des Bayerischen Armeemuseums in Ingolstadt und aus seinem Vermächtnis an die Gesellschaft der Niederländter zusammengetragen. Die rund 110 Zeichnungen, Gemälde, Skizzen und humorvollen Illustrationen verdeutlichen das breite künstlerische Spektrum des Ludwig von Nagel zwischen dem ausklingenden Biedermeier und der beginnenden Neuzeit und erlauben es, ihn und sein künstlerisches Gesamtwerk in die Reihe seiner Zeitgenossen wie Carl Spitzweg, Adolf Oberländter, Lothar Meggendorfer und Wilhelm Busch einzuordnen.

Präsentiert werden u. a. bedrückende Skizzen aus dem Krieg 1870/71, an dem Ludwig von Nagel als junger königlich bayerischer Reiteroffizier teilnahm. Sie stehen in  krassem Gegensatz zu seinen humoristischen Zeichnungen, die er ab 1877 als künstlerischer Mitarbeiter des Verlags Braun & Schneider, München, in den “Fliegenden Blättern” und “Münchener Bilderbogen” veröffentlichte.

Dank seiner zeichnerischen Fähigkeiten und seiner detaillierten Kenntnis von Pferd und Reiter verstand es Ludwig von Nagel wie kaum ein Zweiter, den  Kavalleristen, den Kutscher und den Sonntagsreiter in hunderten humorvollen Zeichnungen festzuhalten. Neben einer Reihe von Ölgemälden und Auszügen aus seinen Skizzenbüchern zeigt die Ausstellung eine breite Auswahl seiner Beiträge zu den „Fliegenden Blättern“ und „Münchener Bilderbogen“ sowie Auszüge aus dem “L. v. Nagel-Album” und mehrere Buchillustrationen.

Als leidenschaftlicher Maler war Ludwig von Nagel ein äußerst vielseitiger, von Ideen sprühender Mensch. Schon während seiner aktiven Militärzeit in Bayreuth scharte er gleichgesinnte, musisch begabte Freunde um sich und gründete 1870 die “Gesellschaft der Niederländter”. In Verehrung der großen niederländischen Maler bezeichneten sich die Mitglieder als „Mynheer“ und legten sich im Umgang miteinander einen „niederländtisch“ Namen zu. Als „Urmynheer“ nannte sich Ludwig von Nagel fortan „Adrian van Os“. Bis heute werden von den „Niederländtern“ Kunst, Humor und Freundschaft in geselliger Runde gepflegt und im Geiste des van Os in hohen Ehren gehalten.

Unter dem Namen van Os hat Ludwig von Nagel der „Gesellschaft der Niederländter“ eine Vielzahl von Zeichnungen hinterlassen und in zahlreichen „Präsenz- und Chronikbüchern“ das  “Niederländtisch Treiben” humorvoll und mit liebenswürdigem Spott festgehalten. Neben ausgewählten Originalzeichnungen und Gemälden aus dem Bestand der „Gesellschaft der Niederländter sind einige der von Ludwig von Nagel reich illustrierten Chronikbücher in der Ausstellung zu sehen.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung werden zwei umfangreiche Bildbände mit ausführlicher Dokumentation zum Werk des Zeichners und Malers Ludwig von Nagel herausgegeben und geben einen Einblick in Werdegang, Person und Werk des Künstlers.

Eintritt frei!

http://www.niederlandt.de

Ausstellung: In der Schwebe

Bilder und Objekte aus verschiedenen Serien

von Herbert Dlouhy, Wertingen

im Museum an der Stadtmühle

vom 17. Juni bis 29. Juli 2012,
sonn- und feiertags von 14:00 bis 17:00 Uhr

Der Wertinger Herbert Dlouhy  ist auch in unserem Landkreis bei Kunstinteressierten längst bekannt, nicht zuletzt durch seine Beteiligung an zahlreichen Ausstellungen des Kunstvereins Spirale.

Am eindrucksvollsten waren vielleicht seine großen Stahlplastiken im Kurpark Treuchtlingen. Ein abstahierter Kopf, leuchtend rot lackiert, steht noch dauerhaft im Park. Unvergessen dürfte auch seine "Regenschirm-Installation" bei der FreiLuft - Ausstellung im ehemaligen Pappenheimer Lungensanatorium sein.

Die Artothek des Kunstvereins Spirale besitzt einige Bilder von Herbert Dlouhy, die jederzeit ausgeliehen werden können.

Seine umfangreiche, künstlerische Ausbildung (u. A. an der Akademie der Bildenden Künste in München) und seine Dozententätigkeit an der Akademie für Lehrerfortbildung im Fach Kunst weisen ihn als kompetenten Fachmann aus.

Der Kunsthistoriker Dr. Andreas Link schreibt über Herbert Dlouhy: "Die Künstler-Biographie von Herbert Dlouhy verzeichnet zahlreiche Kunstpreise (u.A. den angesehenen Lovis-Corinth-Preis, Anm. d. Verf.), Ausstellungen und Künstler-Symposien im In- und Ausland. Sein Werk findet begeisterte Sammler auf der einen Seite, freilich auch - wie oft bei zeitgenössischer Kunst - Unverständnis und Skepsis beim weniger geübten Kunstbetrachter. Von Spitzenbildern reden die einen, man könne gar nicht erkennen, was das sei, meinen die anderen. Viele Bilder sähen aus, als hätte sie ein Kind gemalt.

Es mag seltsam klingen: Beide haben Recht..... Zweifellos haben viele Arbeiten von Herbert Dlouhy die Spontaneität und scheinbare Unbekümmertheit von Kinderzeichnungen. Scheinbar, denn die kompositorische Sicherheit und die souveräne Beherrschung der technischen Mittel zeigen, dass sich Dlouhy der kunstgeschichtlich längst akzeptierten Kinderzeichnung bedient. Mit ihr spielt er wie mit anderen Bildern der Kunstgeschichte, etwa von Miró oder Tapies."

Für die Bildfindung gilt für den Künstler die Freiheit der Assoziation, die er auch dem Betrachter zugesteht. Dabei verlässt er sich auf seine Intuition und akzeptiert durchaus auch den Zufall.

Er sagt selbst: "Das einfache Setzen der Linien und Farben und das Zugeständnis an die Würde des Zufalls erzeugen Stille und Offenheit, Schwere und Leichtigkeit ..... Geste kann alles sein, wie ein Händedruck.

Ich suche nach den Dingen, die dazwischen liegen. Auf einem engen Grat bewege ich mich und setze die Schritte .....

Der Widerstreit und das Zusammen von Verzauberung und Aufruhr, von Gewissheit und Ungewissheit wird sichtbar in der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit.

Alle meine Arbeiten sollen Freiheit atmen."

Eintritt frei !

Ausstellung: Begegnung mit der Natur

Aquarelle und Zeichnungen

von Jörg Mangold

im Museum an der Stadtmühle

vom 5. August bis 9. September 2012,
sonn- und feiertags von 14:00 bis 17:00 Uhr
 

Eintritt frei!

 

Fotoausstellung: Ästhetische Bewegung

Bewegung als Ausdruck der Seele

Angelika Liefke

im Museum an der Stadtmühle

vom 14. September bis 21. Oktober 2012
sonn- und feiertags von 14:00 bis 17:00 Uhr


Eintritt frei !

Ausstellung: Renate Gehrke - Kleine Retrospektive

Bilder und Objekte aus den letzten Jahrzehnten

von Renate Gehrke, Pappenheim

im Museum an der Stadtmühle

vom 28. Oktober bis 9. Dezember 2012
sonn- und feiertags von 14:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt frei !

www.renate-gehrcke.de

Vortrag: Dach der Welt, Thron der weißen Götter

Bericht über eine Himalaya-Expedition 

von Arthur Rosenbauer

im Museum an der Stadtmühle

am Freitag, 23. November 2012 um 20:00 Uhr