"Wieser-Haus" - Deisingerstr. 1

Sanierung und Umbau in vollem Gange

Baustelle "Wieserhaus"

Seit Sanierung-Beginn im Jahre 2010 werden Sie über das Konzept und den Baufortschritt des Europäischen Hauses in Pappenheim informiert.

Die Papier-Infos (Texte und Pläne) hingen anfangs in den 4 Schaufenstern zum Marktplatz. Seit Beginn der Entkernung werden sie in der Arkade des Hauses des Gastes (Stadtvogteigasse 1) ausgestellt.

Pläne zu einzelnen Stadien des Umbaus sind weiterhin nur in den Aushängen zu sehen, die wichtigsten Texte jedoch stehen künftig auch hier zum Nachlesen ::

D1-Umbau-2011-Folge-7  (04/2011)

D1-Umbau-2010

 

Wieser-Haus am Marktplatz – Pappenheim und Europa

Deisingerstr. 1, Wieserhaus

Die Stadt Pappenheim hat 2008 das ehemalige Wieser-Haus am Marktplatz (Anschrift Deisingerstraße 1) erworben. In seiner Sitzung vom 29.10.2009 stimmte der Stadtrat (mit einer Gegenstimme) dafür, das Anwesen für eine zukunftsgerechte Nutzung umzugestalten.

Die zentrale Lage des Objektes am Marktplatz neben dem Rathaus und an das Haus des Gastes angrenzend hat jetzt eine Reihe von Infrastruktur-fördernden Maßnahmen in realisierbare Nähe gerückt.

So soll Pappenheim endlich eine öffentlich zugängliche Toilettenanlage erhalten, die von vielen Bewohnern und Gästen Pappenheims seit langem angemahnt wird.

Der 1. Bürgermeister Uwe Sinn erläuterte in der Stadtratssitzung die Bedeutung des Anwesens am Marktplatz für den weiteren Ausbau der touristischen Infrastruktur Pappenheims. Nach seiner Ansicht kann vor allem der Tourismus einen gewichtigen Beitrag zu einer wirtschaftlich stabileren Ausgestaltung Pappenheims leisten.

Das Fremdenverkehrsamt soll daher aus seiner versteckten Lage in der Stadtvogteigasse an den zentralen Marktplatz umziehen. Für eine attraktive Tourist-Information böte das Wieser-Haus beste Voraussetzungen. Veranstaltungstermine und andere wichtige Informationen fänden hier ein deutlich breiteres Publikum als im jetzigen Fremdenverkehrsbüro.

Wichtig ist die Einrichtung und der Betrieb eines Internet-Cafés. Der Tourismus-Ort Pappenheim braucht zeitgemäße Ausstattung. Dazu zählt der Zugang zum Internet, auch auf Reisen, auch im Urlaub.

Ergänzt werden könnte dieses Angebot durch einen kleinen Regionalladen, der Bürgern und Touristen jederzeit Zugriff auf ausgewählte Produkte der Region ermöglicht.
Genau hier bekäme das Wieser-Haus eine neue, eine europäische Dimension. Seit mehr als zwanzig Jahren verfügt Pappenheim mit Coussac-Bonneval über eine offizielle Partnerstadt. Ohne die herzliche Freundschaft, die sich im Rahmen solcher Städtepartnerschaften entwickelt hat, wäre ein vereintes Europa wohl kaum möglich.

Diesem europäischen Gedanken kann das Wieser-Haus zum einen dadurch gerecht werden, dass auch französische (und ggf. weitere) Spezialitäten zum Verkauf angeboten werden. Zum anderen finden Vereine wie der Freundeskreis Coussac-Bonneval – Pappenheim, ein neues Domizil im Wieser-Haus, das somit auch zu einem – wenngleich zunächst kleinen – europäischen Informationszentrum wird. Im Tagungsraum des Vereins könnte eine kleine Ausstellung die nach wie vor sehr lebendige Freundschaft zwischen den beiden Städten dokumentieren.

Mit Iszkaszentgyörgy in Ungarn sind erste partnerschaftliche Kontakte hergestellt. Diese Stadt mit heute annähernd 2.000 Einwohnern ist urkundlich erstmals 1193 erwähnt. Die Bürgermeister von Iszkaszentgyörgy und von Pappenheim haben beide großes Interesse an einer künftigen Zusammenarbeit im Rahmen EU-geförderter grenzüberschreitender Projekte.

Ferner besteht die Patenschaft Buchau. Dem europäischen Gedanken stünde ein intensiverer Kontakt zu Bochov in der Tschechischen Republik gut an.

Für grenzüberschreitende Nutzungsideen stehen beträchtliche EU-Fördermittel zur Verfügung, da Pappenheim der Leader-Region Monheimer Alb angehört. Selbstverständlich könnten auch weitere bestehende oder angedachte Projekte von dieser neuen europäischen Dimension profitieren.

Mit der Sanierung und Neuerschließung des Wieser-Hauses wird in Pappenheim ein für Jung und Alt gleichermaßen attraktiver Gebäudekomplex entstehen, durch den das Stadtzentrum deutlich an Profil gewinnt.

Wie die – auch bauliche – Verbindung der drei benachbarten Häuser – Rathaus, Haus des Gastes und Wieser-Haus – realisiert werden kann, welche Aspekte dabei Berücksichtigung finden sollten, dazu mögen sich die Bürger äußern. Aufgabe des beauftragten Architekten Clemens Frosch wird es jedenfalls sein, einen weiteren städtebaulichen Akzent in Pappenheim zu setzen, von dem sowohl die Bevölkerung als auch Touristen und Tagesgäste profitieren.

Bürgermeister und Stadtrat bitten nun darum, dass sich die Bürgerinnen und Bürger bei der Ideensammlung und –diskussion für die bestmögliche Nutzung des Wieser-Hauses mit einbringen.

Die Planung ist schnell

Seit ein paar Tagen sind drei weitere Schaufenster zum Marktplatz hin wieder geöffnet. In den Fenstern mögen Pappenheimer BürgerInnen die Umwandlung, ja die 'Verwandlung' des einstigen Wieser-Hauses anhand der begleitenden Hintergrundinformationen beobachten.

Folge 2 zeigt den bisherigen Bestand an Räumen: Ein Ladengeschäft im EG und Wohnräume in den Obergeschossen.

Folge 3 zeigt Pläne mit den Schadensbefunden an den Balkenlagen im 1. OG und an der Zerrbalkenlage im 1. DG. Hier müssen die gute Planung des Statikers und anspruchsvolle Zimmermannsarbeit zusammenwirken, dass die Geschossdecken nach der denkmalpflegerischen Sanierung neue (sprich höhere) Traglasten werden aufnehmen können.

Um auch den planerischen Verlauf und die diversen gesetzlichen Auflagen bei solch einer Sanierung besser einordnen zu können, sind jeder Folge knappe begriffliche Erläuterungen beigefügt.

Das Wieser-Haus (Helmut M. Selzer nennt es schlicht D1) wird - sofern und sobald die nötigen Beschlüsse vorliegen - binnen zweier Jahre 'umgewandelt' sein, und viele Bürger sind als teilnehmende Beobachter mit dabei.

Öffnung der Schaufenster am Wieser-Haus

Welche Nutzung das Anwesen Deisinger Straße 1, ehemals Wieser-Haus, künftig haben soll, darüber befindet der Pappenheimer Stadtrat.

Über den Stand der Diskussion, über Planvorlagen und Beschlüsse wird aktuell und zeitnah in den Schaufenstern des (geschätzt) 500 Jahre alten Gebäudes berichtet werden.

Das erste von vier Schaufenstern wurde in den letzten Tagen bereits mit Informationen bestückt.
Neben bauhistorischen und statischen Untersuchungen stehen für das interessante Objekt am Marktplatz eine Schadenskartierung sowie die Erarbeitung eines Raumprogrammes an.

Das zweite Schaufenster wird bereits im April geöffnet. Darin werden erste Pläne vorgestellt...